12.04.2020

Frohe Ostern

Ein frohes Osterfest und eine wunderschöne Frühlingszeit wünschen Ihnen das INTEGION Team

 

 

 

Warum werden die Eier zu Ostern bunt angemalt?

Im Mittelalter wurde vom Aschermittwoch bis zum Karfreitag eine strenge Fastenzeit eingehalten. In dieser Zeit durften neben Fleisch auch keine Eier gegessen werden. Die Hühner hat das natürlich wenig beeindruckt: Sie legten eifrig weiter ihre Eier.

Alle Eier der letzten Fastenwoche – der sogenannten Karwoche – wurden deshalb gesammelt und aufbewahrt. Da es im Mittelalter noch keinen Kühlschrank gab, kochte man die Eier, um sie haltbar zu machen. Damit man die «alten» Eier nach der Fastenzeit nicht mit den frischen verwechselte, wurden sie rot eingefärbt. Eier, die in der Karwoche gelegt wurden, galten als besonders heilig.

Nach 40 Tagen Fasten durfte man am Ostersonntag endlich wieder Eier essen. Die heiligen «Karwochen-Eier» wurden erst geweiht und dann verschenkt oder zum Frühstück gegessen.

 

Aber warum verstecken wir die Eier?

Warum gerade zu Ostern Eier verschenkt werden, ist nicht hinreichend belegt. Eine mögliche Erklärung ist, dass man sich früher zum heidnischen Ostarafest gefärbte und verzierte Eier schenkte. Nach der Christianisierung verboten einige Bischöfe diese Tradition. Um aber weiterhin bunte Eier verschenken zu können, versteckte man diese auf den Feldern und in Gärten und ließ Verwandte und Freunde, vor allem Kinder, danach suchen.

 

Und warum bringt der Hase die Eier?

Auch hierfür gibt es verschiedene Erklärungen.

  • Der Hase ist das erste Tier, dass im zeitigem Frühjahr seine Jungen bekommt. So wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol.
  • Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.
  • Eine weitere Version besagt, dass die Verbindung vom Ei mit dem Hasen durch das Osterbrot gekommen ist. Dem Brot, in dem ein Ei eingebacken wurde, wurde zusätzlich ein Hasenbild aufgeprägt. Dadurch entstand die Vorstellung vom eierlegenden Hasen.
  • In Byzanz galt der Hase als Tiersymbol für Christus.
  • Weiterhin steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen Frühlings-und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.
  • Der Hase kommt im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Durch sein ungewöhnliches Verhalten, sich in Menschennähe aufzuhalten, wird ihm gleichzeitig das Ablegen der Ostereier angedichtet. Eine Henne kann schließlich keine bunten Eier legen – das wissen längst alle Kinder.

 

 

 

 

 

Zurück zur Übersicht